
Eine dauerhaft funktionierende Neuverfugung beginnt nicht mit dem neuen Mörtel, sondern mit einer sorgfältigen Untersuchung und Vorbereitung der vorhandenen Fassade.
Vor Beginn der Arbeiten werden Fugen, Klinkersteine, Anschlüsse und besonders belastete Bereiche kontrolliert. Dabei wird festgestellt, ob eine Teil- oder Gesamtsanierung erforderlich ist.
Farbe, Struktur und Form der neuen Fugen beeinflussen die spätere Wirkung der gesamten Fassade. Bei Bedarf kann eine Musterfläche angelegt werden.
Fenster, Türen, Bodenflächen und angrenzende Bauteile werden geschützt. Falls erforderlich, wird ein geeignetes Gerüst aufgebaut.
Nicht mehr tragfähiger Mörtel wird bis zur notwendigen Tiefe entfernt. Dabei ist ein sorgfältiges Vorgehen wichtig, damit Klinkerkanten und Steinoberflächen möglichst unbeschädigt bleiben.
Nach dem Ausbau befinden sich Staub und lose Mörtelreste im Fugenraum. Diese Rückstände müssen entfernt werden, damit der neue Mörtel zuverlässig eingebracht werden kann.
Abhängig vom Mörtel, vom Wetter und vom Saugverhalten des Mauerwerks kann eine angepasste Vorbereitung erforderlich sein. Dabei müssen die Vorgaben des eingesetzten Materials berücksichtigt werden.
Der Mörtel wird gleichmäßig eingebracht und sorgfältig verdichtet. Hohlräume und ungleichmäßig gefüllte Bereiche sollen vermieden werden.
Die Oberfläche wird in der vereinbarten Form ausgebildet. Dabei können beispielsweise bündige, leicht zurückliegende oder anders strukturierte Fugenbilder entstehen.
Frisch eingebrachter Fugenmörtel muss vor zu schnellem Austrocknen, starkem Regen, Frost und anderen ungünstigen Einflüssen geschützt werden.
Nach Fertigstellung werden Fugenbild, Übergänge und bearbeitete Fassadenflächen kontrolliert. Schutzmaterialien werden entfernt und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Das sichtbare Verfugen ist nur ein Teil der Gesamtleistung. Die Qualität hängt wesentlich von der Untersuchung, dem kontrollierten Ausbau und der gründlichen Vorbereitung ab.