
Eine Hydrophobierung soll die Aufnahme von flüssigem Wasser über die Fassadenoberfläche reduzieren. Sie kann beispielsweise bei stark durch Schlagregen beanspruchten mineralischen Fassaden in Betracht gezogen werden.
Sie ist jedoch kein Ersatz für eine notwendige Fugensanierung.
Ein geeignetes Mittel dringt in die mineralische Oberfläche ein und verändert deren Verhalten gegenüber flüssigem Wasser. Regen soll weniger leicht in die behandelte Oberfläche aufgenommen werden.
Die Fassade wird dabei nicht mit einer sichtbaren, vollständig geschlossenen Farbschicht überzogen.
Vor einer Behandlung sollte die Fassade:
Eine Hydrophobierung kann offene Fugen, Risse und konstruktive Fehlstellen nicht schließen. Dringt Wasser weiterhin über diese Stellen ein, kann die Behandlung ihre gewünschte Wirkung nicht zuverlässig entfalten.
Deshalb gilt grundsätzlich: erst prüfen, dann sanieren und anschließend über einen zusätzlichen Oberflächenschutz entscheiden.
Nein. Sehr dichte Klinker, historische Fassaden, frühere Beschichtungen oder stark unterschiedlich saugende Oberflächen können besondere Anforderungen stellen.
Eine Musterfläche kann zeigen, wie die Fassade auf das vorgesehene Produkt reagiert und ob sich Farbe oder Oberflächenwirkung verändern.
Die Haltbarkeit hängt unter anderem von Produkt, Untergrund, Verarbeitung und Witterungsbelastung ab. Eine pauschale Lebensdauer lässt sich deshalb ohne Kenntnis des Gebäudes nicht seriös nennen.
Eine Hydrophobierung kann eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn die Fassade technisch intakt und für die Behandlung geeignet ist. Sie sollte jedoch niemals verwendet werden, um vorhandene Fugen- oder Feuchtigkeitsschäden lediglich zu überdecken.