
Klinkerfassaden können mit der Zeit durch Staub, Algen, Moos, Abgase und witterungsbedingte Ablagerungen verschmutzen. Eine Reinigung kann das Erscheinungsbild deutlich verbessern und vorhandene Schäden besser sichtbar machen.
Allerdings eignet sich nicht jedes Verfahren für jede Fassade.
Bevor mit der Reinigung begonnen wird, sollte geklärt werden, wodurch die Verschmutzungen entstanden sind. Wiederkehrende Algen- oder Feuchtigkeitsbereiche können auf konstruktive Probleme, defekte Anschlüsse oder dauerhaft feuchte Zonen hinweisen.
Eine reine Oberflächenreinigung beseitigt nicht automatisch die Ursache.
Entscheidend sind:
Ein zu aggressiver Wasserstrahl kann lockeren Fugenmörtel auswaschen oder empfindliche Steinoberflächen beschädigen. Deshalb sollten Druck, Abstand und Arbeitsweise auf den vorhandenen Untergrund abgestimmt werden.
Eine Reinigung kann sinnvoll sein, bevor der endgültige Sanierungsumfang festgelegt wird. Danach lassen sich Risse, offene Fugen und beschädigte Klinkersteine häufig besser erkennen.
Die Reihenfolge der Arbeiten muss jedoch projektspezifisch festgelegt werden. Bei stark geschädigten Fugen kann zunächst eine Sicherung oder Reparatur erforderlich sein.
Bei größeren oder empfindlichen Fassaden empfiehlt sich eine kleine Probefläche. Dadurch lässt sich prüfen, wie Stein und Fuge auf das vorgesehene Reinigungsverfahren reagieren.
Eine Klinkerfassade sollte nicht nach einem pauschalen Standardverfahren gereinigt werden. Eine materialgerechte Reinigung berücksichtigt sowohl die Verschmutzung als auch den Zustand von Stein und Fuge.