

Fachgerechte Sanierung der Außenfugen an der St.-Lukas-Kirche in Lauenau – zum Schutz des historischen Backsteinmauerwerks und zum langfristigen Erhalt des charakteristischen Fassadenbildes.
Die St.-Lukas-Kirche in Lauenau ist ein charakteristisches neugotisches Kirchengebäude aus Backstein. Die dreischiffige Bauform, die Kreuzarme, der Westturm und die aufwendig gestalteten Ziegeldetails prägen das Erscheinungsbild der historischen Fassade.
Bei diesem Referenzprojekt lag der Schwerpunkt auf der fachgerechten Bearbeitung sanierungsbedürftiger Außenfugen. Ziel war es, die Schutzfunktion des Fugenmörtels wiederherzustellen und gleichzeitig den architektonischen Charakter des vorhandenen Backsteinmauerwerks bestmöglich zu bewahren.
Historische Backsteinfassaden sind über viele Jahrzehnte Regen, Frost, Temperaturschwankungen und weiteren Umwelteinflüssen ausgesetzt. Dadurch können Fugen auswaschen, versanden, reißen oder ihre ursprüngliche Festigkeit verlieren.
Nicht mehr ausreichend tragfähige oder offene Fugen können das Eindringen von Feuchtigkeit in das Mauerwerk begünstigen. Bei wiederholter Feuchte- und Frostbelastung besteht die Gefahr, dass sich vorhandene Schäden vergrößern und langfristig auch angrenzende Ziegel sowie weitere Bauteile beeinträchtigt werden.
Vor Beginn der Sanierung mussten deshalb der Zustand der Fugen, die Beschaffenheit der Backsteine und die unterschiedlich stark beanspruchten Fassadenbereiche sorgfältig beurteilt werden.
Die Sanierungsarbeiten sollten die technische Funktion der Außenfugen wiederherstellen und das historische Mauerwerk langfristig schützen.
Gleichzeitig war eine möglichst harmonische Anpassung an den Bestand erforderlich. Farbe, Körnung, Festigkeit und Oberflächenstruktur des neuen Fugenmörtels sollten sich in die vorhandene Backsteinfassade einfügen, ohne die charakteristische Wirkung des Kirchengebäudes zu verändern.
Zunächst wurden die sichtbaren Fugen- und Fassadenschäden untersucht und die zu sanierenden Bereiche festgelegt. Nicht mehr tragfähige, ausgewaschene oder beschädigte Fugenabschnitte wurden kontrolliert bearbeitet.
Anschließend wurden die Fugenflanken sorgfältig von Staub, losen Mörtelresten und weiteren Rückständen gereinigt. Eine gründliche Vorbereitung ist entscheidend, damit sich der neue Fugenmörtel zuverlässig mit dem vorhandenen Mauerwerk verbinden kann.
Die vorbereiteten Bereiche wurden danach mit einem geeigneten und auf den Bestand abgestimmten Fugenmörtel neu verfugt. Bei der Ausführung wurde auf eine gleichmäßige Fugentiefe, saubere Fugenkanten und eine passende Oberflächenstruktur geachtet.
Nach Abschluss der Arbeiten wurden die sanierten Bereiche kontrolliert und fachgerecht nachbehandelt.
Die Sanierung einer historischen Kirchenfassade verlangt einen besonders sorgfältigen Umgang mit dem vorhandenen Backsteinmauerwerk. Unterschiedliche Bauabschnitte, ältere Reparaturen, ornamentale Ziegeldetails und verschieden stark beanspruchte Fassadenbereiche können jeweils eigene Anforderungen an den Ausbau und die Neuverfugung stellen.
Die erneuerten Fugen sollten technisch belastbar sein und sich zugleich möglichst unauffällig in den vorhandenen Bestand einfügen. Dafür mussten Materialeigenschaften, Farbton und Fugenstruktur sorgfältig abgestimmt werden.
Besondere Aufmerksamkeit galt zudem den architektonisch hervorgehobenen Bereichen rund um Fensteröffnungen, Zierverbände, Gebäudeecken und Übergänge zwischen unterschiedlichen Fassadenflächen.
Durch die fachgerechte Bearbeitung der Außenfugen wurde die historische Backsteinfassade technisch und optisch aufgewertet.
Die erneuerten Fugen unterstützen den Schutz des Mauerwerks vor Feuchtigkeit, Schlagregen, Frost und weiteren Witterungseinflüssen. Gleichzeitig entstand ein gleichmäßigeres und gepflegteres Fugenbild, das sich harmonisch in die neugotische Architektur der St.-Lukas-Kirche einfügt.
Die ausgeführten Arbeiten leisten damit einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erhalt der charakteristischen Gebäudesubstanz.